Es gibt Abende, die fangen ganz normal an. Kochsendung im Fernsehen, die keiner schaut. Ein Kater auf der Fernbedienung. Staubsaugerroboter-Bewertungen auf dem Handy. Und dann geht das Licht aus.
In dieser Folge der Hörspiel-Comedy Unerzählbar fällt in Marens Oldenburger Wohnung der Strom aus. Komplett. Nicht metaphorisch, nicht als literarisches Stilmittel, sondern einfach: stockfinster. Das Handy hat drei Prozent Akku. Die Kerzen sind in der Küche, das Feuerzeug irgendwo im Wohnzimmer, und Dieter liegt auf dem einzigen Gegenstand, den Maren gerade dringend braucht. Wie immer.
Was folgt, ist eine Odyssee durch die eigene Wohnung, bei der Maren gegen den Couchtisch läuft, den Türrahmen findet (mit der Stirn) und ein leeres Feuerzeug entdeckt, das der Erzähler sofort mit Romeo und Julia vergleicht. Nur mit Wachs und Butan. Doch irgendwann brennen vier Teelichter, Dieter jagt einen Korken durchs Dunkle, und zwischen Lachtränen über Kissenbezüge mit Lebe-Liebe-Lache und einem Rant über kubistische Röntgenbilder passiert etwas, das im Hellen nie passiert wäre.
Ein Gespräch im Kerzenlicht. Ehrlich, warm und ohne Ausreden. Über Worte, über Zuhören, und über die Frage, warum ausgerechnet das Leben einer Zahnarzthelferin aus Oldenburg eine Geschichte wert ist. Jetzt kostenlos anhören und herausfinden, was leuchtet, wenn alles andere ausgeht.